Ranger & Rover Fahrt nach Irland 2000


+ + + 6.7. bis 22.7.2001 + + + 570 Kilometer mit dem Rad + + + 12 Ranger und Rover + + + 2 Runden + + +

Unser kleines Fahrten Log Buch:

7.7.2001

Heute morgen sind wir endlich mal in Irland angekommen. Aber war schon ne krass lange (mindestens 24 Stunden) Fahrt von Zuhause bis Dublin! Um 3 Uhr morgens gings los, d.h. erst mal nur sehr kurz oder gar nicht geschlafen haben und im Bus klappte das auch nicht so ganz. Aber z.T. nachts auf der Fähre. Aber was ich sagen will ist, dass wir dementsprechend verpeilt waren bzw. sind, wobei man die Müdigkeitserscheinungen durch verschiedenste Aktivitäten ganz gut überspielen kann. Das Wetter stellte sich als besser heraus, als es uns zuerst schien, aber durch ständiges bewölkt sein doch schlechter ist, als gerade etwas südlicher auf dem "Festland". Zum Fahrradfahren ist die Temperatur aber voll in Ordnung. Momentan essen, singen, sporten und hoffentlich auch schlafen wir auf einem Campingplatz in Shankill, 10 km von Dublin entfernt und es ist eigentlich spaßig!

Donata



9.7.2001

Es ist Mittags und wir sitzen beim Mittag. Da wir sparen müssen dürfen wir aber nicht so viel essen. Es gibt Brot und Marmelade, aber eigentlich essen wir auch gar nicht mehr, sondern langweilen uns (einige finden es aber auch ganz geil hier so rumzuliegen!) Eigentlich könnten wir jetzt schon wieder auf dem Sattel sitzen und gen Wexford fahren, aber leider haben wir erfahren, dass der dortige Campingplatz doch länger auf ist und wir uns nicht beeilen müssen. Jetzt müssen wir die Zeit wieder durch lange Pausen rumkriegen. (ODer durch langweilige Einträge ins Logbuch). Weiterhin habe ich erfahren das die Irländer manchmal statt "good by" einfach "by" und statt "thank you" einfach "thank`s" sagen. Die Pause macht uns fertig! Hecki schmerzen schon die Knie, aber wir müssen noch ausharren, sonst kommen wir zu früh am Campingplatz an.

Hinnerk



eine halbe Stunde später

noch eine Enttäuschung: Wir müssen erst morgen nach Wexford. Dafür dürfen wir jetzt vielleicht mal baden.

Hinnerk



wieder kurz danach

Es tut mir wirklich leid, dass einige Leute sich langweilen, wenn wir nach 20-30-40 Kilometern Pause machen. Aber: Mein Arsch tut weh. Da ich seit einem Jahr (seit Führerschein) weder Fahrrad gefahren bin, noch sonst sportlich tätig war, halte ich diese Berge nicht so gut aus. Aber noch bin ich nicht zusammengebrochen! Na ja, alles fein, wir haun` rein!

Frauke



10.7.2001

Weil mir gerade langweilig ist, schreibe ich einfach nochmal ins Logbuch und berichte einfach mal ein bisschen, was schon alles passiert ist. Nachdem wir Sonntag so richtig losgefahren waren, haben wir uns erstmal ein bisschen verfahren und gemerkt wie ätzend Berge sein können! Aber dann habe nwir eine ganz taugliche und schöne Straße ungefähr entlang der Küste gefunden und sind glaube ich so 70 Kilometer weit gekommen. Dank Majo und Hecki hatten wir dann einen schönen Schlafplatz auf einer Klippenwiese mit Blick aufs Meer. Morgens konnten wir uns dann baden bzw. waschen im Meer. Die Suche nach dem nächsten Schlafplatz war schon problematischer. Wir wussen nicht, ob wir zum nächsten Campingplatz wollten oder in der Wildnis pennen, ohne was vernünftiges zu finden. Dadurch war die Stimmung dann total gereizt, aber im Dunkeln hatten wir dann einen Platz zum Kohte aufbauen. Also insgesamt ist alles ziemlich cool!

Donata



14.7.2001

We are in Kilkenny now! Bevor waren wir in Thomastown. Dort haben wir auf einer Schafsweide direkt am Fluß übernachtet. Auf der anderen Seite des Rivers war eine Ruine. Sie diente als Pferdestall wobei im 1. Stock eine Hollunderfarm ansäßig war. Noch ein Stockwerk höher war ein Aussichtspunkt von dem man runterspucken konnte. Jetzt liege ich im Zelt der anderen Runde und höre mir an wie MArio singt (Ich bin kurz davor ... ) Jetzt starten wir noch eine Aktion in Kilkenny.

Hinnerk



16.7.2001

So, jetzt mal was von Kirsten... gestern Abend war eine echt krasse Aktion! Wir wollten einen Schlafplatz finden, hatten auch schon fast einen, aber dann kamen sie. Die Unheil vollen Unglück bringenden. Also im Klartext: Traveller Kids. Das sind so ne Art irische Normannen und ziemlich " Besitz ergreifend" Na ja, wir hatten gerade unsere Räder abgeladen und 4-5 von uns waren los um Kohtenstangen zu holen. Da kamen so ne handvoll von den Jungs an. Die haben uns erst mal angelabert und die Räder inspiziert. Das war schlimmer als Fliegen auf der Scheiße!!! Nach kurzer Zeit kam dann ein älteres Exemplar dieser Gattung und schlug ein paar mal mit einer Keule um sich um die kleineren daran zu hindern uns mit Steinen und Sand zu bewerfen. Als das nichts wirkte - ebenso wie Florians Droh-Knüppel-Gebärden - kam der Vater angefahren und schlug ebenfalls mit einem Knüppel um sich (und traf!). Dann verzogen sie sich endlich. Der Entschluss dort nicht zu schlafen war gefallen... wir haben dann letztendlich im Emo- Court geschlafen. Sehr nett!! Wir schaffen die Strecke ohne Zug, aber mit Schmerzen (einige) (Muskeln ok, Knie aua!)

Kirsten



16.7.2001

Robertstown. So circa gegen 20.00 Uhr.

Quasi per Gruppenzwang habe ich mich dazu durchgerungen etwas in unser Logbuch zu schreiben. Die Irlandreise bisher... : Der Anfang (Freitag um circa 4.30 Uhr) war echt hammerartig. Der Busfahrer eine wahre Pracht für Menschen jenseits der 60... , der Bus war schon ein paar Tage überfällig und ... na ja lassen wir das lieber. Etwas haben wir von ihm behalten. Das Lied - - > URLAUB, endlich URLAUB, komm wir packen unsere 7 Sachen ...

In Irland angekommen war man etwas enttäuscht. Dublin eine Großstadt wie jede andere auch. Später jedoch konnte man die Landschaft Irlands erblicken und das Meinungsbild änderte sich zunehmend. Landschaftlich konnten wir später zumindest nicht mehr so viel erkennen, denn unser Blick war nach unten gerichtet (meistens jedenfalls) und man dachte: Wann kommen wir endlich an!?

Die letzten Tage waren eher entspannend. Man konnte den Muskelkater (bei einigen) auskurieren und hatte Zeit seine Gedanken andersweilig zu verschwenden. Wie nervig und brazig Gören hier und im UK sein können haben wir nun auch mitbekommen (Kirstens vorheriger Bericht). Insgesamt kann ich aber sagen: Irland ist schön und sehenswert, aber leider nicht so schön, wie ich es mir vorgestellt habe.

Im Augenblick sind wir in Robertstown am "Grand Canal". EIn kleines Städtchen, oder besser Dörfchen mit Hotel, welches z.Z. und warscheinlich auch bis auf weiteres geschlossen ist. Der Zeltplatz ist einigermaßen in Ordnung, und es ist auch nicht mehr weit bis nach Dublin zurück. Ca. noch 1 und ein halber "Tagesritt".

Ich sage Ciao und lasse nun mal Hecki schreiben. Gut Pfad

Mark



16.7.2001

Ok, nicht durch Gruppenzwang, sondern eher aus langer Weile schreib ich jetzt auch mal hier rein (obwohl ich gerade von Majo zugetextet werde).

Also... Die ersten 4, 5, 6 tage waren voll anstrengend, fand ich jedenfalls (und ich denke mal die anderen auch). Ab dann ging eigentlich alle gut. Vom Radfahren her jedenfalls... Es ist ganz genau so, wie Katrin mir vorher am Telefon gesagt hatte: Nach mindestens sieben Tagen gibts das erste mal Klinsch in der Gruppe. Bleibt einfach nicht aus, wenn man 24 Stunden am Tag mit allen zusammen hockt. Obwohl wir und ja auf der Fahrt von allen fern halten konnten/könnten.

Aber trotz gelegentlichem Ärger ist hier eigentlich alles voll genial. Die Landschaft schön, aber leider nicht so schön, wie ich mir vorstellte, da stimme ich Mark zu. Irland ist verdammt hügelig. Manchmal. In der ersten Zeit war unsere Radtour eher ein Kampf gegen die Berge. Aber jetzt gehts und macht auch richtig Spaß! Ich glaube nun hat man sich auch ans Fahren gewöhnt.

Nun ja, jetzt sind wir schon circa 450 Kilometer gefahren! Wow! Und wir stehen sozusagen wieder vor den Toren Dublins. Nicht mehr lang. Ab da können wir das Fahrrad stehen lassen und entspannen. Aber irgendwie hab ich Horror vor der Rückfahrt in diesem schönen, bequemen Bus ... und ab Köln kommt dann vielleicht wieder: Urlaub ... endlich Urlaub ... NEIN!!! Ich will nicht ...

Na ja, was solls, wir werden es überleben, hoffentlich.

Gut Pfad!

Hecki



Schätzungsweise 21.7.2001 gegen 23.25 Uhr

So, jetzt kommt Hard-core-Log-buchen! Ich bin total fertig und verpeilt. Aber das ist jetzt egal. Schlafen kann ich eh nicht. Außerdem schwankt die Fähre wie bekloppt. Aber auch das werden wir durchstehen!

Ich versuche mal einen kleinen Fahrtenüberblick zu geben:

Die Busfahrt war, wie bereits gesagt, anstrengend und zermürbend. Danach tat das Radfahren echt gut. War sozusagen eins der 3-4 Male, wo das Radfahren gut (!) tat. Der Campingplatz in Shankhill war auch ganz nett. Da war ich auch noch tapfer und habe nicht warm geduscht. Das waren noch Zeiten ...

(gerade habe ich beschlossen nicht chronologisch (Betonung auf logisch) vorzugehen)

Jetzt kommen (meine) Schlafplatzhighlights):

1. Irgendwo auf ner Klippe überm Wasser und sowieso. (den negativen Teil vom Schlafplatz lasse ich mal aus. Ich sach nur, das hat mich umgesägt!)

2. Nach unserem fast einzigen kompletten Regentag, nass bis auf die Haut, in einem Bauhaus. Ich meine, die Leute die da bauen, sollten es lassen. Es zieht tierisch und regnet rein wie Sau! Mag aber daran liegen das noch keine Fenster drin waren ... Die Pfützenaktion von Frauki und mir war am besten. Die Unterkunft, wegen oben genannten Gründen eher dürftig. Aber: abenteuerlich! So mit ner Leiter reinklettern und morgens um 5.30 a.m. wieder raus sein müssen, weil die Bauarbeiter wieder kommen (krasse Aktion!)

3. Der Campingplatz bei Kilkenny. Free and unlimited hot showers! Da war dann das Piss-Wetter auch nicht mehr so schlimm. Dann haben wir da noch so`n Stadterkundungsspiel gemacht. Geplant von Dönata und Mark. Hat mir persönlich nicht so viel Spaß gemacht, lag aber an mir und nicht am Spiel.

4. Wexford (oder mit t?). Der Tag dahin war echt ein Hammer! Morgens war ich schon krank (wie davor auch). ( Hatte Fieber und son Scheiß) TIP --> Nie auf einer Fahrt krank werden! Ist irgendwie unpraktisch! Naja, ca. 20 km vor dem Ziel hab ich dann schlapp gemacht. Wir waren an einer Tankstelle. Dann haben Donata und Frauke versucht Leute anzuhauen, ob sie mich und mein Radl mitnehmen. Ich hatte so meine Zweifel... Aber dann, welch Wunder, kam ein irischer Scout vom Himmel gefallen, der bereit war mich mitzunehmen. Wir müssten nur 15 Minuten warten, sagte er. Nachdem dann so etwa 13 1/3 Minuten vergangen waren, kriegten wir schon erste Zweifel. Aber schon kam er - diesmal mit Anhänger - angerauscht und lud mich samt Fahrrad ein. Dann auf der Fahrt hat er mich noch zugetextet, ich habe circa 60% verstanden. Er sei der einzige männliche Leader und würde wohl demnächst mal nach Hannover fahren. Nach Adressenaustausch hat er mich dann rausgeschmissen. Ich durfte dann da rumgammeln, bis die anderen, völlig fertig vom heftigen Gegenwind, ankamen.



BREAK!

Gut Pfad

Kirsten

"OK, ich sehe ein, jetzt ist schon eine Weile her, dass wir unterwegs waren.
Aber nichtsdestotrotz moechte ich meinen Eintrag vollenden!!
Wir schreiben das Jahr 2002, es ist 16.21 p.m. und ich habe Zeit!

Also, ich kann mich jetzt nicht mehr ganz so prima an alles erinnern, was so
los war, aber das stört nicht. So erscheint die Fahrt in viel positiverem
Licht, als sie eh schon tut, denn ich habe ja schliesslich keinen
Muskelkater mehr...
So, erstmal noch einen kleinen Ueberblick ueber all unsere
Uebernachtungsorte, damit wir es nicht vergessen und alle, wo nicht mit
waren ne Idee bekommen:

Freitag, 06.07.01: Bus
Samstag, 07.07.01: Campingplatz Shankhill: ohne Kohtenkreuz am Baum
Sonntag, 08.07.01: Auf einer Wiese dicht am Meer: Klippen, Baden im Meer
(teilweise), Iltisse hacken alten (?!) Baum um
Montag, 09.07.01: unoffizielle Wiese, sehr spaet am Abend, da keinen Platz
gefunden. Regen und so. Und Dornen
Dienstag, 10.07.01: Campingplatz in Wexford, direkt am Wasser (etwas
hoeher), Regen und Sturm, im Haus geschlafe
Mittwoch, 11.07.01: Athurstown unten am Wasser mit Hammerstrecke davor (Berd
hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter u.s.w. etwa 10 km)
Donnerstag, 12.07.01: Thomastown, Blick auf Ruine, Schafscheisse in Massen
und ein Fluss
Freitag, 13.07.01: Campingplatz Kilkenny, Free and unlimited hot showers
Samstag, 14.07.01 sieheFreitag
Sonntag, 15.07.01: erst Auseinandersetzung mit Travellern dann im Wald mit
Fliegen und Ischen
Montag, 16.07.01: Robertstown, neben Hotel
Dienstag, 17.07.01: zerfallenes Haus, rein ueber Leiter, raus um 5.30 a.m.
Mittwoch und Donnerstag:Shankhill again
Freitag, 20.07.01: Jugendherberge in Dublin
Samstag und Sonntag: Bus!!!

Ok, das war dann erstmal den chronologische Uberblick. Ansonsten faellt mir
noch ein, dass Dublin ganz nett war. So mit Strassenmusikanten und endlich
weider Fastfood.
Zurueck in Deutschland und mit den ersten entwickelten Fotos ist dann auch
mir aufgefallen, dass die Landschaft dort wirklich so ist wie auf den Fotots
--> allerdings nur auf den Fotos. Was ich damit sagen will, ist, dass ich
vor Ort eher enttaeuscht war, jetzt beim Anblick der Fotos doch wieder
begeistert bin. Komisch.

Kirsten